Filmanalyse mit schülernahen FilmenHorror flicks: Seeing what you’re not supposed to

Jugendliche lieben Horrorfilme. Warum sie sich für den Englischunterricht eignen und was man an ihnen lernen kann, was man bei der Auswahl beachten muss und was man Befürchtungen der Eltern entgegensetzen kann – das erläutern wir hier. Am Schluss gibt es noch eine Menge Tipps, welche Sorten von Horrorfilmen es gibt.

Gruseliges Haus - Filmanalyse Englisch

Das Haus lässt nichts Gutes erahnen: Der Schauplatz sorgt in Horrorfilmen für Gänsehaut. Dieses Genre eignet sich besonders gut, um Techniken der Filmanalyse zu erwerben Bild: Tama66/Pixabay.com

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Um Himmels willen – Horrorfilme im Englischunterricht? Wenn Sie Horrorfilm-Fan sind oder es wie die meisten Ihrer Schülerinnen und Schüler werden wollen, arbeiten Sie statt mit anderen Spielfilmen doch mal mit Horrorfilmen. Das Genre Horrorfilm eignet sich perfekt, um daran Techniken der Filmanalyse auf Englisch zu erwerben. Denn filmische MIttel werden hier besonders gezielt auf ihre Wirkung hin eingesetzt. Irgendwoher muss der Schock ja kommen...

Mit diesen Unterrichtsideen können Sie der Aufmerksamkeit Ihrer Klasse gewiss sein. Sie müssen sich nur ­trauen, die Horrorfilme selbst anzusehen… Und wenn Sie jetzt in Gedanken schon die ersten Eltern-Mails in den Posteingang flattern sehen – wir haben da ein paar Argumente für Sie.

Warum sich Horrorfilme für den Englischunterricht eignen

Die Lust der Jugendlichen an Horrorfilmen ist ungebrochen. Der kontrollierte Thrill hilft ihnen, mit eigenen Unsicherheiten während der Pubertät umzugehen. Die in diesem Alter empfundene körperliche und soziale Unbeholfenheit erzeugt eine Empathie für das Monster. Das Monster wird häufig als Halbwesen oder Gestaltenwandler wie Werwolf, Alien, Vampir, Insekt... und Außenseiter dargestellt . Häufig agiert es rücksichtslos und impulsgesteuert. So bietet es eine Projektionsfläche für Allmachtfantasien.

In den Filmen sind häufig Gleichaltrige die Helden. Sie können im Gegensatz zu den Erwachsenen das nicht rational Erklärbare wahrnehmen und erfolgreich bekämpfen. Häufig sind die die Protagonisten nerds. Sie werden wegen ihres uncoolen Äußeren, physischer Auffälligkeiten, ihrer intellektuellen Überlegenheit oder der sozialen Außenseiterstellung gemobbt. Sie führen vor, wie man dennoch am Ende als Sieger hervorgeht. Eventuell ist es ja gerade das Abweichen von der Norm, das sie die Auseinandersetzung mit der bösen Macht übeleben lässt. Ein erfolgreiches coming of age.

Horrorfilme sind also eins der schülernahesten Genres, die man sich denken kann. Sie sind eine geeignete Grundlage für einen Englischunterricht, der lebensnah, meaningful und relevant für Schülerinnen und Schüler sein will.

Was muss man bei der Auswahl beachten?

Bei der Auswahl der Filme ist unbedingt die Altersfreigabe zu beachten. Dies alleine reicht allerdings nicht aus. Denn manche Filme wie Psycho und The Blair Witch Project sind zwar ab 12 freigegeben. SIe sind jedoch wegen ihres verstörenden Inhalts und der Schockeffekte nicht für jüngere Lernende geeignet . Inhalt, Machart und Wirkung des Films müssen zunächst sorgfältig und kritisch geprüft werden. Lehrkräfte sollten daher Horrorfilme unbedingt vorher sichten. Dann erst sollten Sie mit Blick auf die Lerngruppe entscheiden, ob der gewählte Film tatsächlich geeignet ist. Auf jeden Fall werden die Filme ja im geschützen Rahmen der Klasse angesehen. Die Lehrkraft kann auch entscheiden, die Filmvorführung vor besonders gruseligen Stellen zu stoppen. Sie beschreibt das Kommende verbal und ermöglicht es den Lernenden, den Raum zu verlassen, ohne dass ihnen Nachteile entstehen.


 

Horror films

Mit Horrorfilmen Englisch lernen! Dieses Heft informiert über genretypische Elemente und zeigt innovative Unterrichtsmethoden – auch für Zartbesaitete.


Horror films

Unterricht Englisch Nr. 162/2019

 


Horrorfilm:Techniken für die Filmanalyse auf Englisch erwerben

Was genau ist es, das Horrorfilme so unwiderstehlich macht? Und wie können sie den Englischunterricht unterstützen? Für den Nervenkitzel bedarf es nicht einmal furchterregender Nachtgestalten. Wie knisternde Stille, Musik oder ein unerwartetes Geräusch und Schummerlicht den Horror erzeugen, das analysieren die Lernenden in den Unterrichtsvorschlägen der Ausgabe 162 des Fremdsprachlichen Unterricht Englisch. Diese Ausgabe erläutert, was genretypische Elemente von Horrorfilmen sind (Protagonisten, Setting, Gestaltung der Bildebene, Geräusche und Musik, Lichtgebung, Schockeffekte usw.) und stellt Methoden zum Einsatz im Unterricht vor. Dabei schulen die Lernenden ihre Hörsehverstehenskompetenz und lernen, wie man Höreindrücke versprachlicht. Sie erwerben Fachbegriffe der Filmanalyse und drehen selber den gänsehautverdächtigsten horror flick des Jahres.

Welche Typen von Horrorfilmen gibt es?

Das Horrorgenre ist so vielfältig, dass es zahlreiche Subgenres gibt, in die sich Horrorfilme kategorisieren lassen. Eine klare Einteilung ist jedoch nicht immer möglich, da sich viele Kategorien überlappen und ein Film meist Merkmale verschiedener Subgenres aufweist.

  • Action horror – combines the intrusion of an evil force with elements of the action genre. Themes or elements often include gore, demons, vicious animals, vampires, and, most commonly, zombies. Examples: From Dusk till Dawn (1996), Resident Evil (2002)
  • Backwood horror – involves city folks who end up stumbling upon danger, traveling through rural, secluded "backwoods" areas. Example: Vacancy (2007)
  • Body/body switch horror – the horror originates from the transformation and destruction of the body or involves characters being possessed by evil powers. Example: The Fly (1986)
  • Comedy horror – combines elements of comedy and horror fiction. Examples: Beetlejuice (1988), Scary Movie (2000), Shaun of the Dead (2004)
  • Cyber horror – uses technology as a key plot element. Example: Unfriended (2014)
  • Dystopian/Science fiction horror – is often set in the future or portrays a post-apocalyptic world in which the last humans try to survive. Often they have to fight soulless creatures (e.g. zombies), dis-eases/viruses or harmful radiation. Examples: Alien (1989), The Thing (1982), The Rain (2018)
  • Found footage horror – a large part of the film is presented as if it were found footage; the events are typically seen through the camera of one or more of the characters involved. Examples: The Blair Witch Project (1999), Paranormal Activity (2007), Us(2018)
  • Gothic horror – one of the oldest horror genres; characteristics include: death and decay, gothic settings (haunted castles and mansions), family curses, madness, powerful love/romance, ghosts and vampires. Examples: Dracula (1982), Sleepy Hollow (1999), The Others (2001), Crimson Peak (2015)
  • Home invasion – involving families (or couples) who are held hostage, and are terrorized in the com-forts of their own home. Example: If I Die Before I Wake (1998), Us (2018)
  • Horror drama – a film that focuses on characters dealing with emotional struggles, often involving dys-functional family relations, in a horror setting. Examples: Lights Out (2013), The Babadook (2014), It (2013), Let the Right One In (2008)
  • Horror thriller – contains the elements of the horror genre (ghosts, killers, psychopaths, and mon-sters) with the tension build-up of the thriller genre. Examples: Don't Breathe (2016), A Quiet Place (2018)
  • Psychological horror – relies on characters' fears, guilt, beliefs, and emotional instability. Examples: Rosemary's Baby (1968), The Shining (1980), Black Swan (2010), Get Out (2015)
  • Religious horror – includes ghosts, demons, the devil or other supernatural occurrences; themes include Satanic rituals, obsession, exorcism. Examples: The Omen (1976), The Exorcist (1973), Carrie (1976), The Ring (2002)
  • Slasher/splatter film – often revolves around a serial killer, focuses on graphic portrayals of gore and violence. Examples: The Texas Chain Saw Massacre (1974), Halloween (1978), Friday the 13th (1980)
  • Teen horror – victimizes teenagers, but also promotes strong teenage leads, appealing to young generations. Examples: Carrie (1976), Halloween (1978), Friday the 13th (1980), A Nightmare on Elm Street (1984/2010)
  • Zombie horror – features creatures who are usually portrayed as either reanimated corpses or mind-less human beings. Examples: Night of the Living Dead (1968), Dawn of the Dead (2004), 28 Days Later (2002)

 


Dieser Beitrag basiert auf:

Roswitha Henseler/Birgit Meinecke (2019): “Welcome to my nightmare. Mit Horrorfilmen Hörsehverstehen schulen und Filmanalysetechniken erwerben.” In: Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch, Heft 162 [Horror films]. 2 – 8.

Roswitha Henseler/Birgit Meinecke (2019): “Horror film subgenres”. In: Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch, Heft 162 [Horror films]. Vordere Umschlaginnenseite.

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