Freebie: Fridays for FutureWho’s afraid of global warming? We are …

Heute gehen weltweit tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen – Anlass dafür, sich im Englischunterricht mit der Wirkung von Protestmedien wie Warnplakaten zum Thema Klimaschutz zu befassen, aber auch mit den Gründen, warum Menschen sich für eine Sache einsetzen. Grundlage ist natürlich ein verlässliches Faktenwissen und eine Sammlung von words & phrases zum Thema im kostenlosen Download.

Menschliche Figuren aus Eis sitzen auf einer Treppe und schmelzen

Der Globus ächzt unter dem Klimawandel - schmilzt die Menschheit bald mit? - Preisgekrönte PR-Aktion des WWF in Berlin Foto: Rosa Merk / WWF

|

Wenn in den vergangenen Jahr(zehnt)en die Angst vor dem Super-GAU, dem Waldsterben, Ozonloch, Artensterben oder der Gentechnologie im Zentrum der Umweltdiskussion gewesen sind, wird heute besonders der Klimawandel weltweit diskutiert – auch wenn Donald Trump ihn leugnet. Diese Diskussion wird auf Englisch geführt, denn das Thema geht die gesamte Menschheit etwas an: Schülerinnen und Schüler, die heute fünfzehn Jahre alt sind, werden es eines Tages erleben, wie sich das Klima grundlegend geändert hat – in ihrem eigenen Alltag, hier in Deutschland. Wer heute zwanzig Jahre alt ist, wird eventuell als Rentner im Winter eher eine Regenjacke als einen Wintermantel brauchen und kann auch im Hamburg ab April im T-Shirt herumlaufen. Wer heute zehn Jahre alt ist, könnte es erleben, dass es Hamburg nicht mehr gibt, wenn er in Rente geht. Es lässt sich spekulieren, welche globalen Prozesse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Art folgen werden.

Fridays for Future

Kein Wunder, dass sich die 16-jährige schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg fragt: „Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?” Diese Prozesse lassen sich nur aufhalten, wenn die Menschheit das Klimaziel „Zwei Grad plus“ erreicht – also sofort Umweltschutzmaßnahmen ergreift, die sicherstellen, dass sich die Atmosphäre um nicht mehr als zwei Grad aufheizt. Deshalb bestreikt Greta seit Monaten freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit haben sich ihr Tausende Schülerinnen und Schüler angeschlossen – heute, am 15.3. 2019, sogar zu einem koordinierten Streik rund um den Globus. Nach der Protestbewegung rund um Emma González und ihrer Mitstreiter, die seit Frühjahr letzten Jahres mit den Mitteln der digital natives für eine neue Waffengesetzgebung in den USA kämpfen, sind die Fridays for Future die nächste große Jugendbewegung.

Unterrichtsidee zu youth for gun control 

Und ihr?

Waren Ihre Schülerinnen und Schüler schon einmal auf einer Fridays-for-Future-Demonstration? Was waren oder wären Gründe, daran teilzunehmen? Dazu sehen die Schülerinnen und Schüler Bilder von den Protesten der Schüler und ein Video von einem Protestmarsch von Greta Thunberg und ihren Unterstützern in Paris und tragen die Argumente der Teilnehmer zusammen. Eventuell dafür notwendiges Vokabular können Sie hier kostenlos herunterladen. In diesem Gespräch wird sich zeigen, wie wichtig den Schülerinnen und Schülern das Thema Umweltschutz und ihre Zukunftsaussichten unter sich rapide verändernden Lebensbedingungen sind – ohne unnötig Horrorszenarien zu entwickeln oder Ängste zu schüren.

Mit Postern zum Umweltschutz arbeiten

Wahrnehmung erfolgt in unserer Gesellschaft heute sehr stark über visuelle Medien: Überall buhlen Bilder um unsere Aufmerksamkeit, vermitteln (Werbe-)Botschaften und versuchen, Meinungen und Emotionen zu beeinflussen. Ähnlich stark wirken Protestperformances, die natürlich auch auf eine gewünschte Wirkung hin inszeniert sind und sich dafür einer gewissen Bildsprache bedienen. Die Sache ist nicht identisch mit ihrer Darstellung – das wird besonders an einem ideologisch besetzten Thema wie dem heiß diskutierten Klimawandel deutlich.

Große Umweltschutzorganisationen wie der WWF oder Greenpeace haben in den vergangenen Jahren viele humorvolle, geistreiche, kreative Poster veröffentlicht. Man findet viele davon im Internet, wenn man die Begriffe „WWF climate change poster“ oder „Greenpeace climate change poster“ googelt. Sie können für den Unterricht solche auswählen, die

  • einen hohen Informationsgehalt
  • als auch einen emotionalen Gehalt haben
  • das Weltwissen der Schüler abrufen
  • Fragen aufwerfen
  • Diskussionsanlässe bieten
  • offen für Spekulationen und Interpretationen sind
  • das Einholen weiterer Informationen erfordern oder
  • eine Parteinahme herausfordern.

Alternativ oder zusätzlich bringen Ihre Schüler entsprechende Bilder mit in den Unterricht.

Bilder erschließen

Zunächst erarbeiten die Schüler in Gruppen eine präzise Bildbeschreibung, die alle Bild- und Textelemente und ihre Beziehung zueinander erwähnt und machen sich dazu Notizen, die sie später für den Kurzvortrag vor der Klasse benötigen.

Im Think-Pair-Share-Verfahren Interpretation erstellen

Auf einem Zettel notiert jedes Gruppenmitglied seine Gedanken, Assoziationen und seine Interpretation zunächst individuell (Think about the picture’s message on your own and write down your ideas.) Dann tauscht sich die Gruppe darüber aus (Talk about your ideas in your group.) und einigt sich auf eine gemeinsame Interpretation, die sie auf einem Extrazettel notieren (Agree on a common line of argument.) Die Gruppe bestimmt einen presenter, der ihr Bild und ihre Ideen dazu im Plenum vorstellt. Eventuell kann es nötig sein, Hintergrundwissen zum Bild in einer Hausaufgabe zu recherchieren.

Bild in einem Kurzvortrag vorstellen

Zu Beginn der nächsten Doppelstunde erhalten die Gruppen Zeit, um ihren Vortrag zu üben, sich Tipps zu geben und ggf. zuhause recherchierte Hintergrundinformationen in den Vortrag einfließen zu lassen.

Vorgabe für die Gruppen ist, dass sie zum Abschluss ihrer Präsentation die Botschaft bzw. den Appell ihres Bildes in ein bis zwei Sätzen zusammenfassen und diese an die Tafel schreiben.

Selbst ein Warnposter entwerfen

Solcherart informiert, entwerfen die Schülerinnen und Schüler selbst ein Plakat, das auf den Klimawandel aufmerksam macht und zum Handeln auffordert. Wichtig dafür ist eine aussagestarkes Bild und natürlich ein überzeugender Slogan. Vielleicht kann dieses Plakat ja gleich mit auf die Demo …

Alternativ schildern die Lernenden in einem fiktiven Tagebucheintrag aus dem Jahr 2050, wie der Alltag eines Jugendlichen wohl in Zukunft aussehen werden. Vielleicht ist darin ja auch von Maßnahmen zu berichten, die die Menschheit ergriffen hat, um das Leben auf der Erde langfristig möglich und lebenswert machen.

Literatur

Dieser Blogbeitrag basiert auf Höfer, Thomas (2009): " Who’s Afraid of Global Warming? Bilder interpretieren, zum Klimawandel Stellung nehmen.“ In: Englisch 5 – 10, Heft 9 [Environment]. 34 – 37.


words & phrases Wortfeld "environment" im kostenlosen DownloadKollokationen "Talking about climate change" (Sammlung von words & phrases)  Weitere Unterrichtsideen zum Thema

Materialien aus verschiedenen Fächern zum Thema Klimawandel

30 % Rabatt für Referendare – und weitere Vorteile
Das rechnet sich!

30 % Rabatt für Referendare – und weitere Vorteile

Als Studierende oder Referendare erhalten Sie 30 % Rabatt auf das Jahres-Abo der Zeitschriften. Zusätzlich erhalten Sie dann als Abonnent weitere Preisermäßigungen für viele Produkte des Verlags.

Mehr erfahren

Informiert bleiben mit dem Newsletter von unterricht-englisch.de

Fachnewsletter Unterricht Englisch

Exklusive Goodies  Unterrichtskonzepte
Neues vom Fach  Jederzeit kostenlos kündbar